Mittwoch, 3. September 2008

Edmundo Dantes meets Vienna

Ein wahrhaft "historischer" Abend fand kürzlich bei meinem Freund statt. Als Überraschung des Abends hatte ich zum Querrauchen eine original Edmundo Dantes Edicion Regionales Mexico mitgebracht welche aus der Kiste Nummer 13 stammte und welche ich durch Roberts gute Beziehungen in alle Welt mein Eigen nennen durfte.Und als Gegenstück dazu ebenfalls eine Dantes, allerdings eine "Custom rolled" welche durch einen befreundeten Aficionado in meinem/unserem Besitz gelangte und der Originalen in punkto Geschmack kaum nachstehen sollte.



Das Original befindet sich rechts, die Custom ist bis auf das etwas abweichende Format vollkommen identisch.

Meinem Kumpel habe ich während des Rauchens verschwiegen welche das Original ist damit ich eine möglichst objektive Meinung erhalte. Also munter drauf los geraucht und schon nach den ersten Zügen beider Zigarren kam Freude auf, beide hatte einen guten Zug, volles Rauchvolumen und ein Aroma das seinesgleichen sucht. Nach gut 20 Minuten haben wir dann die Zigarren gewechselt und ich durfte den "Fake" probieren. ich war auch von ihr begeistert!
Im Vergleich zur Originalen Dantes war bei der Custom jedoch der Rauch nicht so cremig und wirkte etwas kühl was mich aber wenig störte. Mit geschlossenen Augen hätte ich geschmacklich auf eine Montecristo Robusto El 06 getippt, welche zu meinen absoluten Favoriten zählt!
So ging dieses Spiel gute 2 Stunden lang, beide haben uns überzeugt und schlußendlich hat mein Freund die Originale auch erkannt.

Ich muß sagen das es noch kaum eine Zigarre geschafft hat den Gaumen so zu umschmeicheln, die Zunge so angenehm zum kribbeln zu bringen und so viel Milchkaffe und Erde auf die Geschmacksnerven zu zaubern, EINFACH TRAUMHAFT!
Jeden Cent wert und ich bin der Meinung dass jeder Aficionado dieses Teil einmal graucht haben muß! Sehr gut dazu gepasst hat auch der hervorragende Weißwein welchen Michael freundlicherweise gespendet hat, kurzum ein genialer und angesichts der gering Produzierten Stückzahl dieser Zigarre wirklich Historischer Abend;-)




Freitag, 15. August 2008

Aufkauf und Testobjekte

Als ich heute in den begehbaren Humidor eines von mir favorisierten Händlers ging hatte ich seit längerem keine konkreten Vorstellungen womit ich ihn wieder verlassen würde. Üblicherweise habe ich zumindest Objekte der Begierde nach welchen ich mich umschaue. Diesmal musste ich irgendwie an das Zitat von Forrest Gump denken "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiss nie was man bekommt". Bis auf natürlich Sammlerstücke welche immer von Interesse sind habe ich dzt. keine bestimmten Zigarren auf meiner Liste.

Daher ist der Einkauf ein Mix aus gereiften Zigarren welche ich gerne testen möchte und einem Aufkauf von Kisten.

Diese Zigarren sind alle aus Cabinets - fast alle aus 50er:
- Saint Luis Rey Serie A aus 2001
- Saint Luis Rey Regios aus 2005
- Punch Punch aus 2005
- Punch Royal Selection Nr. 12 aus 2001
- El Rey del Mundo Choix Supreme aus 2005


Ebenfalls aus einem Cabinet stammt die H.Upmann Magnum 50 Edicion Limitada 2005. Als ich sie 2005 geraucht habe war ich nicht besonders angetan aber da sie nun schon ca. 3 Jahre gereift ist und viele Aficionados ihr ein gutes Urteil ausstellen habe ich beschlossen es auf einen weiteren Versuch ankommen zu lassen. Mal sehen ob ich dann sogar noch welche nachkaufe...

Montecristo A Zigarren brauche ich eigentlich dzt. gar nicht da ich noch einige habe und da man so ein Format eher selten raucht. Da mir die Kiste allerdings so gut gefällt habe ich beschlossen die restlichen 3 Zigarren samt Kiste aus 2004 zu erwerben.

Da ich mich ein wenig mehr durch die El Rey del Mundo Serie rauchen möchte habe ich die restliche Kiste von den Petit Coronas auch dazugenommen. Angeblich soll die Produktion eingestellt werden bzw. wurde sie ev. sogar schon.


Diese kleine Kiste sah wirklich zu verlockend aus und da mir ein guter Geruch entgegenströmte nahm ich auch hier die Kiste mit Restinhalt mit. Die Trinidad Reys sehen sehr gut verarbeitet aus. Werde mich demnächst durchkosten und bei Gefallen eine volle Kiste nachkaufen und reifen lassen.


Für den Mitautor "Sauti" habe ich dann noch diese Kiste mitgenommen. Die Produktion dieser Zigarre wurde 2005 eingestellt.

Sonntag, 10. August 2008

Montecristo EL 2008 Sublimes - Sneak Preview + Alejandro Robaina Autogramm

Ein Aficionado den ich kenne hat auf Kuba gute Kontakte (u.a. zu div. Fabriken) und hat deswegen von seinem vor einigen Wochen absolvierten Kubatrip u.a. diese Kiste Montecristo Sublimes Edicion Limitada 2008 mitgebracht. Da der offizielle Verkaufsstart noch nicht erfolgt ist kann man von einer Art Sneak Preview sprechen. Nach seinen Informationen stehen die Zigarren schon zur Verfügung. Möglicherweise sind noch nicht ausreichende Mengen produziert oder es ist eine Frage von Timing bzgl. den anderen limitierten Editionen.

Da der erwähnte Aficionado auch Don Alejandro Robaina besuchte liess er u.a. diese Zigarrenkiste signieren. Somit hat diese Kiste für mich und meine Sammlung natürlich einen besonderen Stellenwert.




Wer kennt ihn in Zigarrenkreisen nicht den bekanntesten Tabakbauer auf Kuba dem sogar eine eigene Zigarrenmarke gewidmet ist? Sein Gesicht sieht man auch auf etlichen Gemälden etc. welche auf Kuba zu kaufen sind - daher ist es wohl auch ausserhalb von Zigarrenkreisen bekannt.

Hier beim signieren einer anderen Kiste.

Samstag, 26. Juli 2008

H. Upmann Lonsdales

Seit einiger Zeit habe ich eine gedankliche Liste an Zigarren welche ich verkosten möchte. Eine dieser Zigarren ist die H. Upmann Lonsdales mit Boxing Date April 2001. Leider habe ich aus beruflichen Gründen viel zu wenig Zeit um die Zigarren meiner Gedankenliste in einem absehbaren Zeitraum zu rauchen. Trotzdem freut es mich jedesmal wenn es gelingt eine davon zu geniessen.

Auch wenn die Zigarre schon einige Jahre alt ist duftet sie herrlich nach Tabaknoten. Die Lagerung - etwas boxpressed - mit ihren Schwestern hat ihr schon unangezunden sehr gut getan und war wie ich später feststellen sollte offensichtlich optimal über die Jahre. Die Farbe vom leicht öligen Deckblatt ist nach meinem Empfinden in die Kategorie Colorado Maduro einzuordnen. Der Kaltzug versprach feine Aromen mit reinem kubanischen Tabakgeschmack. Die Flammannahme war zwar nicht perfekt aber durchaus gut und eine schöne kreisrunde Glut bildete sich nach geduldigem anfeuern mit dem Dupont Feuerzeug.

Die ersten Züge waren vorwiegend geprägt von dem erwähnten guten Tabakgeschmack. Nach ca. 1 cm gesellte sich zu den immer aromatischer werdenden Tabaknoten eine feine Süsse welche mich phasenweise an Karamell erinnerte. Diese Geschmackskombination verstärkte sich im Rauchverlauf und war spätestens im zweiten Drittel perfekt. Der Rauch war wunderbar weich und der Zugwiderstand war über die meiste Zeit perfekt. Im letzten Drittel wurde der Zug etwas strenger, befand sich allerdings weiterhin im angenehmen Rahmen. Der Abbrand war gut und nachfeuern musste ich primär nur deswegen da sie mir wegen meiner langsamen Rauchweise manchmal ausging. Die Cervantes (Fabrikname dieser Vitola) war zu keinem Zeitpunkt scharf, zickig oder wurde zu heiss. Die Zigarre stufe ich als mild bis mittelstark ein - im Bereich 2-3 von 5.

Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel wieviel Wert jahrelange ideale Lagerung von dazu geeigneten Habanos hat. Aus Testgründen werde ich zwar immer wieder auch frische Zigarren rauchen bzw. frisch gerollte von einem Toproller wie zB Reynaldo haben natürlich ihren eigenen Charakter aber ich bin immer mehr bemüht Zigarren zu rauchen welche zumind. 2-3 Jahre Reife genossen haben - je mehr ist in vielen Fällen sogar noch besser.

Da komme ich auch direkt zu der guten Nachricht. Diese Zigarre ist mind. 6 Jahre alt wenn sie irgendwo gekauft wird und somit sehr gut rauchbar. Nun leider die schlechte Nachricht - sie wird seit 2002 nicht mehr hergestellt. Eine Schande wenn man sieht wie gut sich diese Zigarre entwickeln kann. Auch das Format ist sehr gefällig und liegt gut in der Hand. Da sich aber Zigarren besser verkaufen welche schon jung recht gut geniessbar sind und der Trend zum großem Ringmaß weiter anhaltend ist, musste die H. Upmann Lonsdales und viele andere unter Liebhabern geschätze Zigarren aus dem Habanos Sortiment weichen.

Nun noch ein paar Stunden wertvolle und intensive Freizeit geniessen und langsam gedanklich auf eine berufliche Auslandsreise einstimmen. Bin schon gespannt auf den von Sauti angekündigten Beitrag mit einigen interessanten Fotos und ev. auch Tastinginformationen.


Sonntag, 20. Juli 2008

Montecristo B & Montecristo Sublimes EL 2008

Diese Zigarre hatte ich mir schon länger vorgenommen und heute sollte es soweit sein. Die zu rauchende Montecristo B ist lt. Info von dem Aficionado welcher sie mir überlassen hat aus dem Jahr 96/97. Der Geruch nach Röstaromen der Zigarre war noch ziemlich intensiv da ich sie in einem Tubo aufbewahrte. Also Zigarrenzubehör schnappen und die letzten Sonnenstrahlen dieses schönen Tages auf dem Balkon mit der Montecristo B geniessen.

Die Montecristo B offenbart gleich vom Start weg ausreichend Röstaromen gepaart mit einem pfeffrigen Ton wobei sie punkto Stärke für eine Montecristo noch zurückhaltend mild bis mittelstark bleibt. Im weiteren Verlauf nimmt sie an Stärke zu aber bleibt mittelstark und immer wieder machen sich fruchtige Aromatöne bemerkbar. Die Zigarre ist gut balanciert und zeigt keinerlei Schärfe - die Lagerzeit hat vermutlich positiv dazubeigetragen. Der Zugwiderstand war absolut in Ordnung wobei er aufgrund meiner persönlichen Vorliebe eine Nuance leichter hätte sein dürfen. Der Rauch war cremig und duftete nach den beschriebenen Aromatönen. In Summe ein Raucherlebnis wie es Freude macht. Einziger Kritikpunkt war der Abbrand welcher mich ein paar Mal zum nachfeuern zwang. Die noch vorhandenen Montecristo B, speziell jene aus 2007, werde ich noch eine Weile reifen lassen.

Ein sehr netter Aficionado hat mir eine der aus seinem Kubaurlaub mitgebrachten Montecristo Edicion Limidata 2008 zugeschickt. Er hat gute Kontakte auf Kuba weshalb er an diese schon vor dem offiziellen Verkaufsstart herangekommen ist. Danke für das Present! Wie schon erwähnt ist Montecristo eine wenn nicht sogar die Lieblingsmarke von mir.

Diesen Smoke widme ich Toni Roig einem legendären Zigarrenhändler aus Mallorca welcher kürzlich überraschend verstorben ist. Da sitzen sie nun auf einer Wolke Che, Zino, Toni und viele Aficionados mehr und ermutigen uns dem Genuss im Leben bei jeder Gelegenheit nachzugehen.

Montecristo B

Montecristo Edicion Limitada 2008 (nicht geraucht)

Sonntag, 13. Juli 2008

El Padrino Robaina / Trinidad Ingenios EL 2007 / ERdM Choix Supreme

Es war ein Wochenende wie es ein Aficionado gerne hat. Der Sammler als auch der Geniesser wurden verwöhnt. Begonnen hat es Samstag Morgen mit einer Paketlieferung. Im Paket waren El Padrino Zigarren welche ich Tausch gegen andere Sammlerstücke von einem anderen Aficionado bekam. Kubanische Tabakbauer dürfen einen Teil ihrer Tabakernte für eine kleine Heimreserve behalten. Aus diesem Tabak stellen einige sogenannte Fumas her. Der wohl berühmteste und anerkannteste Tabakbauer ist Don Alejandro Robaina. Die auf seiner Vega hergestellten Fumas sind nicht käuflich zu erwerben sondern für Familie, Freunde und Besucher gedacht. Nicht nur das sie eigentlich kaum zu bekommen sind wurde für die Zigarren 4 Jahre alter Tabak als auch 2 Jahre alte Deckblätter vewendet. Bei dieser Kombination handelt es sich verständlicherweise um absolute Raritäten. El Padrino (the Godfather) ist eine mächtige Puro - ca. 19 cm lang mit einem Ringmass von 56. Don Alejandro wurde zwar eine eigene Marke von Habanos (Vegas Robainas) gewidmet aber meines Wissens ist bei diesen Zigarren nicht gewährleistet, dass nur Tabake von der Robaina Farm verwendet werden da der Blend es nicht voraussetzt. Umso interessanter die El Padrinos welche einen herrlichen Geruch haben in den Händen zu halten - da wird 100% Robaina Tabak verwendet.

Ein interessanter Bericht über diese Zigarren von James Suckling (Autor bei Cigar Aficionado):http://www.cigaraficionado.com/Cigar/CA_Blogs/Blog_Detail/0,4695,214,00.html

Auf dem Bild sind 2 El Padrinos im Vergleich mit einer Saint Luis Rey Serie A im Format Coronas Gordas zu sehen. Übrigens die Saint Luis Rey welche ich demnächst verkosten möchte ist aus einem 50er Cabinet aus dem Jahr 2001.
Da wir durch den Paketdienst zeitlich geweckt wurden gönnte ich mir nach einer überdurschnittlich harten Arbeitswoche eine Massage. Danach beschlossen meine Frau und ich einen Ausflug mit Essen und Shopping zu machen. Dabei besuchten wir auch einen meiner liebsten Zigarrenhändler mit einem Walk in Humidor. Trotz Samstag Nachmittag waren wir glücklicherweise alleine im Humidor und ich konnte in aller Ruhe mich durch das Sortiment stöbern. Hier bin ich sehr gerne da immer wieder alte Zigarrenkisten, Raritäten als auch Casa del Habano Ware zu finden ist obwohl es keine Casa ist. Auch das Zubehörsortiment wird immer besser. Diesmal gab es auch einige tolle Preisaktionen. Auch die Trinidad Ingenios Edicion Limitada 2007 waren in Aktion weshalb ich eine Kiste kaufte obwohl ich noch ein paar einzelne eingelagert habe.



Den Montecristo Ascher hatte ich zwar auf Bildern schon gesehen aber live hat er mir um ein vielfaches besser gefallen. Da ich Montecristo als Marke sehr schätze und mir meine Frau zusprach konnte ich nicht widerstehen ihn zu erwerben.
Da ich für meinen Freund und Mitautor Andi aka Sauti auch Zigarren bei dem Händler erworben hatte, brachten wir ihm diese auf der Heimfahrt vorbei. Eigentlich sollte es nur ein Kurzbesuch werden. Als wir gerade gehen wollten zog ein Unwetter auf weshalb wir beschlossen dieses abzuwarten. Daher gingen wir in das Kubazimmer und wir beschlossen uns die Zeit mit einer Zigarre zu vertreiben. Ich entschied mich für die mitgebrachte El Rey del Mundo Choix Supreme (Coronas Extra Format) aus einem 2005er 50er Cabinet. Ich habe mit dieser Marke noch nicht viel Erfahrung aber das wird sich wohl ändern da mir diese Zigarre besonders gut gemundet hat. Das milde, leicht honigsüsse und "saftige" Aroma wurde harmonisch ergänzt durch Rösttöne wie Kakao und Kaffee. Ein guter Zug, eine gute Rauchentwicklung und auch der gut duftende Rauchgeruch rundeten diesen Smoke ideal ab. Eine sehr gute Zigarre zu einer kurzweiligen Unterhaltung in einer netten 4er Runde. Daher wurde es dann doch ca. Mitternacht bis wir dann tatsächlich bei trockenem Wetter die Heimreise antraten. Auf die gealterte ERdM Lonsdale welche mir Andi mitgab freue ich mich nach der positiven Erfahrung schon sehr.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Por Larranaga Petit Corona

Nach einer harten Arbeitswoche freute ich mich schon auf ein wenig Ablenkung und Genuss am Wochenende. Meine Mutter, Schwester und mein Neffe folgten unserer Einladung zu einem gemeinsamen Tag bei uns. Am Plan stand grillen, gegenseitig Fotos vom jeweiligen Urlaub im Juni zeigen und mit guten Gesprächen als auch viel Spass der Seele gutes tun.

Seit dem Erwerb des 50er Cabinet Por Larranaga Petit Corona in der Casa Nürnberg freute ich mich schon darauf die Erste zu verkosten. Trotz dem Bewusstsein, dass die Zigarren noch sehr jung sind und dem Skrupel ein 50er Cabinet anzubrechen musste ich meine Lust und Neugier befriedigen.

Beim öffnen vom Cabinet kam mir ein sehr angenehmer Röstaromengeruch entgegen. Der Anschnitt mit dem Xikar Cutter war ideal und der Kaltzug bzw. der Geruch am Anschnittende war vielversprechend. Nun sollte mein neues Dupont Feuerzeug zum Einsatz kommen und ich zelebrierte richtig den Akt die Zigarre zu entzünden. Ok, professioneller Habanos Sommelier bin ich keiner aber ich denke das die Zigarre perfekt vorbereitet wurde und auch für die Weitergabe an einen anderen Aficionado geeignet gewesen wäre. Die gute Flammannahme der Zigarre half natürlich.

Die Zigarre selbst hatte einen optimalen Zug. Allerdings war sie mir persönlich dann doch zu jung da der Abbrand nicht optimal war (daher kam auch der neue Brenner zum Einsatz) und sie nur phasenweise vollständig ihre leckeren Aromen mit einer dezenten Süsse offenbarte. Sie war durchaus gut aber ich muss sie zu einem späteren Zeitpunkt nochmal rauchen um eine objektivere Beschreibung vom Rauchverlauf und Aroma erstellen zu können.

Ich denke meine nächste gerauchte Zigarre über die ich berichte wird wohl ein wenig älter sein ;-)

Bei der Gelegenheit muss ich auch mal über die skurillen Seiten des Internet ein paar Worte verlieren. Unschwer zu erkennen ist, dass ich u.a. als Blogschreiber das Medium Internet auch leidenschaftlich nutze. Ich freue mich auch über alle Leser von diesem Blog den diese sind die Kraft und Bestätigung den Blog zu führen. Durch Zufall bin ich auf Youtube auf Kurzvideos von Zigarren gestossen und war verblüfft etliche Kurzvideos mit Fotos von diesem Blog zu finden. Prinzipiell stört es mich nicht wenn Fotos für den Eigenbedarf im Sinne der freien Internetwelt vom Blog heruntergeladen werden. Das daraus Kurzvideos erstellt werden und auf einer anderen Plattform mit teilweiser eigener Internetadresse veröffentlicht werden ist dann doch etwas eigenartig...daher lieber Leser und Youtube User - die Bilder kannst du weiterhin haben aber sei doch zumind. so respektvoll und verweise auf diesen Blog anstatt irgendwelche Werbeinternetseiten einzublenden. Danke.




Freitag, 27. Juni 2008

Casa Nürnberg Besuch + Hochzeit in Regensburg

Es war der Tag gekommen an welchem wir uns Richtung Regensburg unterwegs machten um endlich wieder unsere "Cuba Connection" zu treffen. Dabei handelt es sich um ein Paar aus Regensburg und ein Paar aus der Nähe Darmstadt/Frankfurt (wie wir uns auf Kuba kennenlernten ist im vorherigen Posting beschrieben). Diesmal sollte es ein besonderer Anlass sein - die Hochzeit von Franziska und Thomas aus Regensburg. Da Nürnburg nur ca. eine Autostunde entfernt von Regensburg ist, nutzte ich die Chance gleich weiterzufahren um die La Casa del Habano in Nürnberg zu besuchen. Der Tag war auch sehr gut gewählt da eine der besten Torcedoras (Zigarrenrollerin) zu Gast war um ihr Können live zu demonstrieren.



Schöne Wandbemalungen schmücken schon den Aufgang zur Casa.


U.a. ist hier der Aufgang in den zweiten Stock, dem Clubbereich, zu sehen. Im zweiten Stock rollte Maritza die Zigarren und auch der Walk in Humidor mit den kubanischen Zigarren ist dort.

Für ein Kinderprojekt werden die leeren Kisten um 1,5 Euro weiterverkauft. Neben der Unterstützung des Projektes ist es insofern interessant da man die Cabinetkisten sehr gut zum lagern/reifen von Habanos verwenden kann.


Jede Menge Zigarrenzubehör wird ebenfalls angeboten (nur 2 der vielen Schränke auf dem Bild)
Der sehr schöne neue Cohiba Humidor. Es gibt nur 500 weltweit davon und er beinhaltet je 20 Stk. der 3 verschiedenen Cohiba Maduro 5 Zigarren. Es gab auch eine Ecke im Humidor mit den bereits an Kunden verkauften Artikeln. Das Highlight der schönen Sonderhumidore in diesem Regal war sicher der Guayasamín Humidor (auf 50 Stk. weltweit limitiert mit einem unterschriebenen Zertifikat von Fidel Castro).

Maritza Acuna Rodriguez arbeitet schon seit 40 Jahren in der berühmten H.Upmann Manufaktur (besichtigten wir letztes Jahr in Havanna) und gehörte zu den ersten Frauen überhaupt, die nach der Revolution in Cuba 1959 in dieser Manufaktur arbeiten durften. Im Laufe Ihres Lebens hatte Maritza in der Upmann-Fabrik mehrere Funktionen inne; sie selbst sagt aber, dass sie eine Torcedora durch und durch ist und ihr das Cigarrenrollen am meisten Spass macht. Als „Profesora“, als Ausbilderin, gibt sie ihr Wissen nun an die junge Generation weiter. Maritza zählt ohne Zweifel zu den erfahrensten und besten Torcedores in Cuba. Sie ist eine Rollerin der Kategorie 9.


kurzes Video von der Meisterin

Frau Klever - die Casabesitzerin - bot sich aktiv an ein Foto von uns 3 zu machen.


Diesen schönen Walk in Humidor gibt es je Stockwerk 1x. Einmal für kubanische Zigarren und einen weiteren für Zigarren anderer Herstellerländer.


Die Überraschung schlechthin war als unerwartet Karin und Ralf beim begutachten der Dupont Feuerzeuge hinter uns standen. Sie waren selbst aus der anderen Richtung auf dem Weg nach Regensburg und da Ralf die geplante Zeit wusste wann ich in der Casa sein wollte, entschieden die 2 uns in der Casa zu überraschen. Das ist ihnen auch sehr gut gelungen. Wenn man unsere erste Begegnung bedenkt war es schon interessant, dass unser Wiedersehen ausgerechnet in einer La Casa del Habano stattfindet. Nach der Casa und einem Getränk bei Sonnenschein in einem größeren Lokal am Nürnberger Hauptplatz machten wir uns gemeinsam auf nach Regensburg zu Franziska und Thomas.

Bolivar Colosales Ediciones Regionales 2006 - auch wenn ich von diesen schon welche habe mussten einfach welche bei einem Einkauf in Deutschland dabei sein.

Eigentlich wollte ich mir ursprünglich eine Figurado rollen lassen. Da mir aber Frau Klever direkt ihre Zigarre (die Erste gerollte dieses des Tages von Maritza) angeboten hatte nahm ich die Ehre natürlich an. Während ich weitere Einkäufe tätigte bekam auch Ralf eine Zigarre gerollt. Zur Verabschiedung 2 Tage später schenkte er mir diese ;-)

Die rechte ist jene welche mir Frau Klever überreichte - ca. 14,7 cm lang mit einem Ringmass von mehr als 52 da die Zigarre nicht ganz in die größte Öffnung der Ringlehre passte ;-) Die linke Zigarre ist ca. 16,5 cm lang und hat ein Ringmass von 50.

Ich wollte ursprünglich ein paar einzelne Montecristo Reservas kaufen da ich meine Kiste noch wie sie ist weiterreifen lassen will. Da diese ausverkauft waren entschied ich mich für das 50er Cabinet Por Larranaga Petit Coronas.



Dieses Dupont Feuerzeug gefiel mir so gut das ich es mir gönnte.

Ein kleiner Brenner zum "nachfeuern" oder für schwierigere Aussenbedingungen wurde dann auch noch erworben.

Am ersten Abend waren wir noch ziemlich casual im fürstlichen Brauhaus in Regensburg wo wir das Spiel Türkei-Kroatien verfolgten und ein sehr leckeres Abendessen hatten. Die Portionen sind einfach zu gross....
Die Lokation wurde für die Hochzeitsfeier am nächsten Tag komplett gebucht. Die gut 130 Gäste bekamen in einem gemütlichen aber trotzdem edlen gestalteten Rahmen alles geboten was man sich von einer Hochzeitsfeier wünschen kann. Wir 4 Gäste waren bei der Familie durch die Geschichten als "Cuba Connection" bekannt.


Hier ein erster Snapshot vom Brautpaar auf dem Weg in die Kirche.

In Summe waren die letzten (Urlaubs)Wochen sehr aufregend - eine Woche Las Vegas, die EM Spiele (zB im Stadion) und die tolle Hochzeit in Regensburg mit liebevollen Menschen. Das sind die Momente welche das Leben bereichen.